Mit wenigen Ausnahmen in den Jahren 2011, 2013 und 2014 sind die Zinssätze für Baufinanzierungen in den letzten fünf Jahren stetig gesunken und liegen derzeit (Januar 2016) bei einer 10-jährigen Zinsbindung bei durchschnittlich unter 2 %.  Mit der letzten Absenkung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) im September 2014 von 0,15 auf 0,05 % dürfte voraussichtlich eine untere Grenze erreicht sein. Auch der Leitzins für kurzfristige Kredite wurde von 0,4 auf 0,3 % gesenkt, zeitgleich wurde ab dem Stichtag 9. Dezember 2015 der negative Einlagenzins für alle Banken des Euro-Raums auf -0,3 % festgesetzt. Diese Entwicklung wirkt sich positiv auf die Baufinanzierungen aus: Nicht nur für den Abschluss neuer Kreditverträge, sondern auch für Anschlussfinanzierungen wie Forward-Kredite bietet die aktuelle Situation sehr gute Voraussetzungen.

Allerdings halten Finanzfachleute in absehbarer Zeit auch eine Umkehrung dieser Entwicklung für wahrscheinlich: Die Senkung des Leitzinses hatte den Zweck, die wirtschaftliche Entwicklung anzukurbeln, besonders in den von der Krise betroffenen Staaten in Südeuropa. Geht diese Strategie auf, werden die Renditen für Baufinanzierungszinsen sowie langfristige Staatsanleihen im Laufe der nächsten Jahresteigen. Das hätte zur Folge, dass der Leitzins wieder durch die EZB angehoben werden müsste.

Mit dem Zinsbarometer lässt sich die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen nach verschiedenen Zeiträumen nachvollziehen:

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