Fachbegriffe Baufinanzierung

Term Definition
Fremdkapital

Bei Immobilienfinanzierungen unterscheidet man zwischen Eigen- und Fremdkapital. Das Eigenkapital wird, wie der Name bereits andeutet, vom Finanzierungsnehmer in die Finanzierung eingebracht, während das Fremdkapital von einem oder mehreren Kreditgebern kommt. Dieser Kreditgeber kann eine Bank sein, aber auch eine Bausparkasse oder eine Versicherung. Das Fremdkapital dient dazu, die Lücke zwischen dem Eigenkapital und den erforderlichen Baukosten bzw. dem Kaufpreis zu decken.

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Grundschuld

Die Grundschuld ist ein Pfandrecht, das es dem Darlehensgeber erlaubt, ein Grundstück und die eventuell darauf befindliche Immobilie zu pfänden und zu verwerten, sofern der Kreditnehmer seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Um die Grundschuld zu dokumentieren, wird sie in das Grundbuch eingetragen. Unterschieden wird zwischen der Buchgrundschuld und der Briefgrundschuld, über die ein Brief ausgestellt wird. Der Brief selbst kann übertragen werden, birgt aber auch das Risiko, dass bei einem Verlust der Nachweis der Zahlungsverpflichtung durch den Kreditnehmer nur langwierig erbracht werden kann. Im Gegensatz zur Hypothek kann die Grundschuld auch nach Tilgung des Darlehens bestehen bleiben. Als Eigentümergrundschuld ist der jederzeitige Einsatz bei weiterem Finanzierungsbedarf ohne erneute Grundschuldbestellung möglich.

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Rentenhypothek

Die Rentenhypothek ist ein spezieller Kredit für ältere Immobilienbesitzer. Sie erhalten dabei einen relativ hohen Anteil des Beleihungswertes der entsprechenden Immobilie als Darlehen ausgezahlt. Üblich sind hier 50 bis 60 Prozent. Das Besondere an diesem Kredit ist, dass er nicht getilgt werden muss. Der Kreditnehmer zahlt somit nur die Zinsen sowie eventuelle Nebenkosten während der Laufzeit. Die Tilgung erfolgt erst nach dem Tod des Kreditnehmers durch die Verwertung der Immobilie. Als Sicherheit für den Kreditgeber wird dazu eine Hypothek in das Grundbuch der Immobilie eingetragen. Ein Nachteil ergibt sich aus der Rentenhypothek allerdings für die Hinterbliebenen, wodurch diese Kreditform eher für kinderlose Menschen infrage kommt.

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Wohneigentum

Wird eine Immobilie vom Eigentümer selbst bewohnt, spricht man von Wohneigentum. Gleiches gilt für Eigentumswohnungen, hier spricht man allerdings von Wohnungseigentum. Damit unterscheiden sich Wohnimmobilien beispielsweise von gewerblich genutzten Immobilien oder Objekten, die nach dem Kauf vermietet werden. Hier spricht man auch von Mieteigentum.

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Abgeltungsteuer

Zu Beginn des Jahres 2009 wurde in Deutschland die Abgeltungssteuer eingeführt. Sie ersetzt die bis dahin geltende Kapitalertragssteuer. Ziel der Umstellung war es, das Steuersystem zu vereinfachen, insbesondere dadurch, dass der Anleger fortan mit der Zahlung eines pauschalen Steuerbetrags in Höhe von 25 Prozent sämtliche Ansprüche des Finanzamtes ihm gegenüber abgelten kann. Allenfalls der Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer können zu diesem pauschalen Steuersatz noch hinzukommen. Somit gehören komplizierte steuerliche Konstrukte wie das sogenannte Halbeinkünfteverfahren der Vergangenheit an. Die meisten Anleger sind mit der Zahlung des pauschalen Steuersatzes besser bedient als zuvor, lediglich Menschen mit einem persönlichen Steuersatz unter 25 Prozent hätten hier theoretisch einen Nachteil. Tatsächlich können sie sich jedoch die zu viel gezahlten Steuerbeträge durch ihre Steuererklärung erstatten lassen.

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