Baufinanzierungsberatung

Fachbegriffe Baufinanzierung

Begriff Definition
Disagio

Soll die Zinslast für ein Darlehen reduziert werden, kann ein Disagio zum Einsatz kommen. Es handelt sich hierbei um eine Art Trick, bei dem der Kreditnehmer nicht die volle Darlehenssumme, sondern einen Betrag zwischen 90 und 98 Prozent der Gesamtsumme ausbezahlt bekommt. Der Wert des Disagios kann frei zwischen den Vertragspartnern vereinbart werden. Das Disagio stellt faktisch eine vorweggenommene Zinszahlung dar. Obwohl der Nominalzins dadurch reduziert wird, muss er im Gegenzug auf das Bruttodarlehen gezahlt werden.

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Synonyme - Damnum, Abgeld
Effektivzins

In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Konditionen für Kredite auch von einem unerfahrenen Laien problemlos miteinander verglichen werden können. Um dies zu gewährleisten, muss bei Kreditangeboten stets der sogenannte Effektivzins angegeben werden. Dabei handelt es sich um jenen Zinssatz, der alle Gebühren und Nebenkosten enthält. Für den Verbraucher bedeutet die Angabe dieses Zinssatzes: Bei dem betreffenden Angebot lauern keine versteckten Nebenkosten und Preisfallen. Das Gegenstück zum Effektivzins ist der Nominalzins – der reine Zinssatz ohne entsprechende Gebühren und Nebenkosten.

Siehe auch sollzins-effektivzins-berechnen.html

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Eigenkapital

Als Eigenkapital kommen jene Mittel zum Einsatz, die der Kreditnehmer aus seinem Vermögen  in die Finanzierung einbringt. Meist geschieht dies in Form von Bargeld, aber auch das Guthaben aus einem Bausparvertrag oder die Mittel aus der Veräußerung von Anlageprodukten können als Eigenkapital in die Finanzierung einfließen.

Je höher der Anteil an Eigenkapital ausfällt, desto weniger Fremdkapital muss in Anspruch genommen werden, wodurch die Finanzierungskosten entsprechend sinken.

Generell wird empfohlen, für eine Bau- bzw. Immobilienfinanzierung mindestens 20 Prozent, besser 25 Prozent Eigenkapital aufzubringen.

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Synonyme - Nettovermögen, Reinvermögen,
Eigenleistung

Wer handwerklich begabt ist und beim Bau oder Kauf mit anschließender Sanierung/Renovierung Geld sparen möchte, der kann einen Anteil an Eigenleistung in die Finanzierung einbringen. Man spricht hier auch scherzhaft von einer Muskelhypothek. Diese kann ganz bewusst in eine Baufinanzierung einbezogen werden, auch wenn sie der Bauherr nicht komplett selbst, sondern mithilfe von Freunden, Verwandten und Bekannten verwirklicht. Durch den entsprechenden Anteil an Eigenleistung kann das Bauvorhaben wesentlich günstiger verwirklicht werden, als wenn ausschließlich Fremdleistungen in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen über Eigenleistungen finden Sie auf www.zbo.de

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Einkommensnachweis

Damit ein Kredit bzw. eine Finanzierung vergeben werden kann, nimmt der Kreditgeber in der Regel eine Bonitätsprüfung vor. Zu dieser Bonitätsprüfung gehört auch die Vorlage eines Einkommensnachweises. Damit weist der Kreditnehmer sowohl die Höhe seines Einkommens als auch dessen Regelmäßigkeit nach. Der Einkommensnachweis dient darüber hinaus zur Festlegung der monatlichen Belastungsgrenze – also jenes Betrages, den der Kreditnehmer maximal zur Tilgung des Darlehens pro Monat aufbringen kann. Der Einkommensnachweis erfolgt bei Angestellten durch die Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung vom Arbeitgeber; bei Freiberuflern und Selbstständigen kann er z. B. durch die Vorlage eines Einkommenssteuerbescheides erbracht werden.

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Synonyme - Lohnabrechnung, Verdienstbescheinigung
Erbbaurecht

Der Begriff Erbbaurecht steht für das Recht, eine Immobilie auf fremdem Grund zu bauen. Um dieses Recht vertraglich zu verankern, wird bereits bei Abschluss des Vertrages eine Laufzeit festgelegt. Diese kann extrem lang gewählt werden, üblich sind beispielsweise 99 Jahre. Das Erbbaurecht kann - wie der Name schon andeutet - vererbt, aber auch veräußert werden. Ansonsten unterscheidet sich ein Grundstück mit Erbbaurecht nicht von gekauftem Grund und Boden; auch dieses kann beispielsweise von einer Bank beliehen werden.

Weitere Information zum Erbbaurecht finden Sie auf www.hausbauberater.de

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Synonyme - Erbpacht
Erschließungskosten

Um ein Grundstück mit einer Immobilie zu bebauen, muss dieses zunächst erschlossen werden. Darunter versteht man die Anschlüsse an die Gas-, Wasser- und Elektrizitätsversorgung. Für diese Anschlüsse fallen entsprechende Kosten an, die man als Erschließungskosten bezeichnet. Einzelne Kostenpositionen können beispielsweise das Verlegen von Abwasserrohren und elektrischen Leitungen sein. Der Grundstückseigentümer ist dazu verpflichtet, die Erschließungskosten für das Grundstück zu übernehmen. Sie stellen somit einen Teil der Gesamtbaukosten dar.

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Synonyme - Erschließungsbeitrag, Grundstückserschließung
Fälligkeitsdarlehen

Das sogenannte Fälligkeitsdarlehen ist sozusagen der Gegenpart zum bekannten Annuitätendarlehen. Während bei Letzterem der Kreditbetrag in gleichbleibenden, monatlichen Raten über eine festgelegte Laufzeit zurückgezahlt wird, muss bei einem Fälligkeitsdarlehen der gesamte Kreditbetrag am Ende der Laufzeit auf einen Schlag zurückgezahlt werden. Lediglich die Zinsen werden jeweils anteilig in Form von Raten während der Laufzeit gezahlt. Ein Fälligkeitsdarlehen kommt beispielsweise für Menschen infrage, die zu einem festen Termin in der Zukunft eine Auszahlung aus einer Kapitalanlage oder einer Lebensversicherung erwarten. Damit kann dann der Kreditbetrag in einer Summe zurückgezahlt werden.

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Synonyme - Festdarlehen
Festzinshypothek

Wird der Zinssatz bei einem Darlehen über einen festgelegten Zeitraum garantiert, so spricht man von einer Festzinshypothek. Besonders bekannt ist diese Form der Hypothek von Immobilien, wo die Zinsen meist für fünf bis zehn Jahre festgeschrieben werden. Nach Ablauf dieses Zeitraums kann der Kreditnehmer dann mit dem Kreditgeber über einen neuen Zinssatz verhandeln und diesen wiederum für die gewünschte Zeit festlegen. Für den Kreditnehmer ist eine Festzinshypothek dahingehend von Vorteil, dass er optimal mit seinen Finanzen planen kann und keine Angst vor plötzlichen Zinserhöhungen haben muss.

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Finanzierungsplan

Insbesondere für die Finanzierung von Immobilien erarbeitet der Experte einen speziellen Finanzierungsplan, mit dem der gesamte Aufwand für die Finanzierung festgelegt wird und übersichtlich einsehbar ist. In diesen Finanzierungsplan fließt sowohl das Eigenkapital als auch die benötigte Summe von Fremdkapital ein. Auch sämtliche anderen Konditionen der Finanzierung werden in diesem Plan festgehalten. Somit lässt sich auf den ersten Blick ersehen, welche Gesamtkreditsumme der Finanzierungsnehmer zahlen muss und wie hoch die monatlichen Raten ausfallen.

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