Baufinanzierungsberatung

Fachbegriffe Baufinanzierung

Begriff Definition
Erbbaurecht

Der Begriff Erbbaurecht steht für das Recht, eine Immobilie auf fremdem Grund zu bauen. Um dieses Recht vertraglich zu verankern, wird bereits bei Abschluss des Vertrages eine Laufzeit festgelegt. Diese kann extrem lang gewählt werden, üblich sind beispielsweise 99 Jahre. Das Erbbaurecht kann - wie der Name schon andeutet - vererbt, aber auch veräußert werden. Ansonsten unterscheidet sich ein Grundstück mit Erbbaurecht nicht von gekauftem Grund und Boden; auch dieses kann beispielsweise von einer Bank beliehen werden.

Weitere Information zum Erbbaurecht finden Sie auf www.hausbauberater.de

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Synonyme - Erbpacht
Erschließungskosten

Um ein Grundstück mit einer Immobilie zu bebauen, muss dieses zunächst erschlossen werden. Darunter versteht man die Anschlüsse an die Gas-, Wasser- und Elektrizitätsversorgung. Für diese Anschlüsse fallen entsprechende Kosten an, die man als Erschließungskosten bezeichnet. Einzelne Kostenpositionen können beispielsweise das Verlegen von Abwasserrohren und elektrischen Leitungen sein. Der Grundstückseigentümer ist dazu verpflichtet, die Erschließungskosten für das Grundstück zu übernehmen. Sie stellen somit einen Teil der Gesamtbaukosten dar.

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Synonyme - Erschließungsbeitrag, Grundstückserschließung
Fälligkeitsdarlehen

Das sogenannte Fälligkeitsdarlehen ist sozusagen der Gegenpart zum bekannten Annuitätendarlehen. Während bei Letzterem der Kreditbetrag in gleichbleibenden, monatlichen Raten über eine festgelegte Laufzeit zurückgezahlt wird, muss bei einem Fälligkeitsdarlehen der gesamte Kreditbetrag am Ende der Laufzeit auf einen Schlag zurückgezahlt werden. Lediglich die Zinsen werden jeweils anteilig in Form von Raten während der Laufzeit gezahlt. Ein Fälligkeitsdarlehen kommt beispielsweise für Menschen infrage, die zu einem festen Termin in der Zukunft eine Auszahlung aus einer Kapitalanlage oder einer Lebensversicherung erwarten. Damit kann dann der Kreditbetrag in einer Summe zurückgezahlt werden.

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Synonyme - Festdarlehen
Festzinshypothek

Wird der Zinssatz bei einem Darlehen über einen festgelegten Zeitraum garantiert, so spricht man von einer Festzinshypothek. Besonders bekannt ist diese Form der Hypothek von Immobilien, wo die Zinsen meist für fünf bis zehn Jahre festgeschrieben werden. Nach Ablauf dieses Zeitraums kann der Kreditnehmer dann mit dem Kreditgeber über einen neuen Zinssatz verhandeln und diesen wiederum für die gewünschte Zeit festlegen. Für den Kreditnehmer ist eine Festzinshypothek dahingehend von Vorteil, dass er optimal mit seinen Finanzen planen kann und keine Angst vor plötzlichen Zinserhöhungen haben muss.

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Finanzierungsplan

Insbesondere für die Finanzierung von Immobilien erarbeitet der Experte einen speziellen Finanzierungsplan, mit dem der gesamte Aufwand für die Finanzierung festgelegt wird und übersichtlich einsehbar ist. In diesen Finanzierungsplan fließt sowohl das Eigenkapital als auch die benötigte Summe von Fremdkapital ein. Auch sämtliche anderen Konditionen der Finanzierung werden in diesem Plan festgehalten. Somit lässt sich auf den ersten Blick ersehen, welche Gesamtkreditsumme der Finanzierungsnehmer zahlen muss und wie hoch die monatlichen Raten ausfallen.

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Forward-Darlehen

Für Bauherren oder Immobilienfinanzierer, deren Zinsbindung in absehbarer Zeit ausläuft, bietet sich u. U. der Abschluss eines Forward-Darlehens an. Das Besondere daran: Der Darlehensvertrag wird bereits dann abgeschlossen, wenn der Kredit noch gar nicht benötigt wird. Bis zu zwei Jahre Vorlaufzeit sind dabei problemlos möglich. Das Forward-Darlehen macht sich insbesondere in Zeiten niedriger Zinssätze auf dem Kapitalmarkt bezahlt, da diese Zinssätze quasi in die spätere Finanzierung mitgenommen werden können, auch wenn dann das Zinsniveau wieder deutlich höher liegt. Die einzige Gefahr beim Forward-Darlehen besteht darin, dass sich die Zinssätze noch weiter nach unten entwickeln. In diesem Fall muss der Kreditnehmer das Forward-Darlehen trotzdem abnehmen, die Finanzierung zu niedrigeren Konditionen ist nicht mehr möglich.

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Synonyme - Forwarddarlehen, Anschlussfinanzierung
Freistellungsvereinbarung

Bei der Finanzierung eines Eigentumswohnungskomplexes wird zunächst eine Globalgrundschuld auf das gesamte Objekt zulasten des Bauträgers eingetragen, und nicht auf jeden einzelnen Eigentümer. Erfolgt die Zahlung des Kaufpreises erst am Ende der Baumaßnahme, wäre ein Käufer während der Bauzeit bereits in der Haftung. Um die Haftung erst nach Fertigstellung auf die einzelnen Erwerber zu verteilen, erfolgt seitens des Bauträgers eine Verpflichtung, die Grundschuld durch eine Freistellungsvereinbarung nach Fertigstellung von der Globalgrundschuld zu befreien.

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Gesamtschuldner

Wenn bei einer Finanzierung mehrere Schuldner für den Gesamtkreditbetrag haften müssen, spricht man auch von einem Gesamtschuldner. Das Besondere daran ist, dass sich in diesem Fall der Darlehensgeber quasi aussuchen kann, von welchem Schuldner er die Rückzahlung der offenen Posten verlangt. Das bedeutet konkret: Jeder einzelne Schuldner kann in voller Höhe für den Gesamtkreditbetrag haftbar gemacht werden. Die Vereinbarung, mehrere Schuldner zu einem Gesamtschuldner zusammenzuschließen, wird oft vom Finanzierungsgeber gefordert, um dessen Sicherheit zu erhöhen. Sie kann beispielsweise bei unverheirateten Paaren zum Einsatz kommen.

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Grundbuch

Das Grundbuch ist ein amtliches Register einer Gemeinde, in dem zunächst in der Abteilung I die Eigentumsverhältnisse aller Grundstücke und Immobilien dieser Gemeinde dokumentiert sind. In Abteilung II des Grundbuchblattes des jeweiligen Grundstücks finden sich die Lasten und Beschränkungen, beispielsweise Wegerechte. Grundpfandrechte sind in Abteilung III festgehalten. Das Grundbuch genießt öffentlichen Glauben. Das bedeutet, alle Eintragungen sind verbindlich. Das Recht auf Einblick in das Grundbuch besteht bei nachgewiesenem berechtigtem Interesse.

Auf www.abir.eu finden Sie weitere Informationen.

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Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist eine in Deutschland von den Ländern erhobene Steuer, die beim Erwerb eines Grundstücks anfällt. Jedes Bundesland kann also selbst festlegen, wie hoch die Grunderwerbsteuer ausfällt. Bei Grundstücken, die bereits bebaut sind, fließt der Gebäudewert in die Berechnung der Grunderwerbsteuer ein. Somit ist die Grunderwerbsteuer auf den Gesamtpreis zu zahlen, in dem der Wert der Immobilie und des Grundstücks enthalten ist. Die Grunderwerbsteuer muss immer nur einmal beim Kauf gezahlt werden und variiert in Deutschland - je nach Bundesland - zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

Auf www.hausbauberater.de finden Sie weitere Informationen über die Steuern beim Bauen oder Immobilienerwerb.

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