Baufinanzierungsberatung

Fachbegriffe Baufinanzierung

Begriff Definition
Forward-Darlehen

Für Bauherren oder Immobilienfinanzierer, deren Zinsbindung in absehbarer Zeit ausläuft, bietet sich u. U. der Abschluss eines Forward-Darlehens an. Das Besondere daran: Der Darlehensvertrag wird bereits dann abgeschlossen, wenn der Kredit noch gar nicht benötigt wird. Bis zu zwei Jahre Vorlaufzeit sind dabei problemlos möglich. Das Forward-Darlehen macht sich insbesondere in Zeiten niedriger Zinssätze auf dem Kapitalmarkt bezahlt, da diese Zinssätze quasi in die spätere Finanzierung mitgenommen werden können, auch wenn dann das Zinsniveau wieder deutlich höher liegt. Die einzige Gefahr beim Forward-Darlehen besteht darin, dass sich die Zinssätze noch weiter nach unten entwickeln. In diesem Fall muss der Kreditnehmer das Forward-Darlehen trotzdem abnehmen, die Finanzierung zu niedrigeren Konditionen ist nicht mehr möglich.

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Synonyme - Forwarddarlehen, Anschlussfinanzierung
Freistellungsvereinbarung

Bei der Finanzierung eines Eigentumswohnungskomplexes wird zunächst eine Globalgrundschuld auf das gesamte Objekt zulasten des Bauträgers eingetragen, und nicht auf jeden einzelnen Eigentümer. Erfolgt die Zahlung des Kaufpreises erst am Ende der Baumaßnahme, wäre ein Käufer während der Bauzeit bereits in der Haftung. Um die Haftung erst nach Fertigstellung auf die einzelnen Erwerber zu verteilen, erfolgt seitens des Bauträgers eine Verpflichtung, die Grundschuld durch eine Freistellungsvereinbarung nach Fertigstellung von der Globalgrundschuld zu befreien.

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Gesamtschuldner

Wenn bei einer Finanzierung mehrere Schuldner für den Gesamtkreditbetrag haften müssen, spricht man auch von einem Gesamtschuldner. Das Besondere daran ist, dass sich in diesem Fall der Darlehensgeber quasi aussuchen kann, von welchem Schuldner er die Rückzahlung der offenen Posten verlangt. Das bedeutet konkret: Jeder einzelne Schuldner kann in voller Höhe für den Gesamtkreditbetrag haftbar gemacht werden. Die Vereinbarung, mehrere Schuldner zu einem Gesamtschuldner zusammenzuschließen, wird oft vom Finanzierungsgeber gefordert, um dessen Sicherheit zu erhöhen. Sie kann beispielsweise bei unverheirateten Paaren zum Einsatz kommen.

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Grundbuch

Das Grundbuch ist ein amtliches Register einer Gemeinde, in dem zunächst in der Abteilung I die Eigentumsverhältnisse aller Grundstücke und Immobilien dieser Gemeinde dokumentiert sind. In Abteilung II des Grundbuchblattes des jeweiligen Grundstücks finden sich die Lasten und Beschränkungen, beispielsweise Wegerechte. Grundpfandrechte sind in Abteilung III festgehalten. Das Grundbuch genießt öffentlichen Glauben. Das bedeutet, alle Eintragungen sind verbindlich. Das Recht auf Einblick in das Grundbuch besteht bei nachgewiesenem berechtigtem Interesse.

Auf www.abir.eu finden Sie weitere Informationen.

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Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist eine in Deutschland von den Ländern erhobene Steuer, die beim Erwerb eines Grundstücks anfällt. Jedes Bundesland kann also selbst festlegen, wie hoch die Grunderwerbsteuer ausfällt. Bei Grundstücken, die bereits bebaut sind, fließt der Gebäudewert in die Berechnung der Grunderwerbsteuer ein. Somit ist die Grunderwerbsteuer auf den Gesamtpreis zu zahlen, in dem der Wert der Immobilie und des Grundstücks enthalten ist. Die Grunderwerbsteuer muss immer nur einmal beim Kauf gezahlt werden und variiert in Deutschland - je nach Bundesland - zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

Auf www.hausbauberater.de finden Sie weitere Informationen über die Steuern beim Bauen oder Immobilienerwerb.

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Grundsteuer

Die Gemeinden erheben die Grundsteuer von allen Grundstückseigentümern in ihrer Gemarkung. Dabei wird nach der Verwendung – Land- und Forstwirtschaft oder bebautes Grundstück – unterschieden (Grundsteuer A und Grundsteuer B). Die Höhe der Grundsteuer variiert von Gemeinde zu Gemeinde, da die Berechnungsgrundlage auf einem gemeindeabhängigen Hebesatz basiert.

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Hypothek

Die Hypothek gibt es bereits seit vielen Tausend Jahren. Sie stellt ein Grundpfandrecht dar, das zum Beispiel zur Absicherung von Krediten und anderen Forderungen in Anspruch genommen werden kann. Heute ist die Hypothek insbesondere aus dem Immobilienbereich bekannt, wo sie oftmals zur Absicherung von Immobilienkrediten verwendet wird. Dabei kann eine Hypothek entweder auf ein Grundstück oder auf ein Grundstück mit darauf befindlicher Immobilie zum Einsatz kommen. Mit der Hypothek räumt der Schuldner seinem Gläubiger das Recht ein, bei Zahlungsunfähigkeit das Grundstück beziehungsweise die Immobilie zu pfänden und zu seinen Gunsten zu veräußern. Aus dem daraus generierten Erlös befriedigt der Gläubiger zunächst seine Ansprüche, alle darüber hinausgehenden Kapitalbeträge muss er an den Schuldner weiterreichen.

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Synonyme - Grundschuld, Belastung, Last
Hypothekendarlehen

Umgangssprachlich greift der Begriff Hypothekendarlehen für alle Baufinanzierungen. Das Hypothekendarlehen ist eine spezielle Form des Kredites. Dabei wird der Kredit durch ein Grundpfandrecht abgesichert - die sogenannte Hypothek. Diese wird in das Grundbuch der Immobilie eingetragen. Falls der Darlehensnehmer seinen Verpflichtungen einmal nicht mehr nachkommen kann oder möchte, so obliegt dem Besitzer der Hypothek das Recht, das Objekt zu pfänden und zu seinen Gunsten zu verwerten. Entstehen dabei überschüssige Beträge, muss der Hypothekar diese an den Schuldner abführen. Die Grundschuld, als Alternative zur Hypothek, genießt wegen der unkomplizierteren Handhabung allerdings wesentlich mehr Zuspruch und rangiert mit fast 90 Prozent bei der Stellung dinglicher Sicherheiten weit vor dem Hypothekendarlehen.

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Immobilie

Wie der lateinische Name bereits verrät, handelt es sich bei einer Immobilie um ein unbewegliches Sachgut. Das kann sowohl ein Grundstück als auch ein Bauwerk sein. Ein unbebautes Grundstück wird auch Liegenschaft genannt. Bei einer Kombination aus Grundstück und Bauwerk spricht man auch von einem Anwesen. Man unterscheidet in Deutschland verschiedene Immobilienformen, zum Beispiel Wohnimmobilien, Gewerbeimmobilien, öffentliche Immobilien usw.

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Instandhaltung

Instandhaltungsarbeiten sind notwendig, um den Wert einer Immobilie oder auch eines Grundstücks dauerhaft zu erhalten. Sie unterscheiden sich also von Restaurations- oder Sanierungsarbeiten, da sie in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden müssen. Unter Instandhaltung fallen auch Renovierungsarbeiten sowie Modernisierungsarbeiten. Die laufenden Kosten einer Immobilie sind in die Instandhaltungsarbeiten stets einzukalkulieren.

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