Baufinanzierungsberatung

Fachbegriffe Baufinanzierung

Begriff Definition
Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung wird gerne als Absicherungsmaßnahme für eine Immobilienfinanzierung eingesetzt. Es handelt sich hierbei um ein Versicherungsmodell, das nach dem Prinzip der Ablebensversicherung funktioniert. Das bedeutet: Die Versicherungssumme wird ausschließlich im Falle des Todes des Versicherten an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Durch den Abschluss dieser Versicherung ist im Fall des Todes der versicherten Person die Darlehenstilgung sichergestellt. Für Baufinanzierungen empfiehlt sich aus Kostengründen eine Variante mit fallender, an die Restschuld gebundener Versicherungssumme. Risikolebensversicherungen gehören zu den am häufigsten abgeschlossenen Versicherungen in Deutschland.

Weitere Informationen: www.perfektversichert.de

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Synonyme - Ablebensversicherung, Restschuldversicherung
Rückgewähr

Die sogenannte Rückgewähr kommt im Zusammenhang mit einer in das Grundbuch der Immobilie eingetragenen Grundschuld zur Anwendung. Grundsätzlich bleibt die Grundschuld so lange bestehen, bis der Kreditnehmer das Darlehen komplett zurückgezahlt hat. Wenn dieser Zeitpunkt erreicht ist, kann die Grundschuld gelöscht oder an einen anderen Gläubiger abgetreten werden. Dabei spricht man auch von einer Rückgewähr der Grundschuld. Diese muss der Kreditnehmer beim Kreditgeber schriftlich beantragen.

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Rückzahlung

Wer einen Kredit aufnimmt bzw. eine Finanzierung abschließt, der muss das geliehene Kapital natürlich auch zurückzahlen. Zu diesem Zweck wird in der Regel bei jedem Darlehen ein Rückzahlungsplan bzw. ein Finanzierungsplan ausgearbeitet, in dem genau festgelegt ist, in welchen Raten der Kredit über welchen Zeitraum zurückgezahlt werden muss. In diesem Zahlungsplan werden bei Immobilienfinanzierungen auch der jeweilige Anteil von Zins und Tilgung bzw. die Rahmenbedingungen hierfür festgelegt, so dass die entsprechenden Anteile problemlos und zu jeder Zeit berechnet werden können. Soll die Rückzahlung nicht in monatlichen Raten erfolgen, kann dies ebenfalls im Zahlungsplan festgehalten werden. Dies ist beispielsweise bei Krediten der Fall, die mit der Auszahlung einer Lebensversicherung getilgt werden. In diesem Fall erfolgt die Rückzahlung des Darlehens erst am Ende der Kreditlaufzeit. Während der Laufzeit muss der Kreditnehmer lediglich die Zinsen und eventuelle Anteile von Nebenkosten begleichen. Bekommt der Kreditnehmer Probleme bei der Rückzahlung eines Darlehens, kann ihm der Zahlungsplan gekündigt und die Restsumme des Kredites auf einmal fällig gestellt werden.

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Sanierungsdarlehen

Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich bei einem Sanierungsdarlehen um einen speziellen Kredit, der für die Sanierung einer Immobilie vorgesehen ist. Mit diesem Kredit werden sämtliche Arbeiten finanziert, die in diesem Zusammenhang anfallen. Um an ein Sanierungsdarlehen zu kommen, hat der Immobilieneigentümer mehrere Möglichkeiten. Er kann einen herkömmlichen Kredit bei seiner Bank aufnehmen; hierbei ist er in der Verwendung des Kapitals völlig frei. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, spezielle Förderungen bzw. zinsgünstige Sanierungsdarlehen von der öffentlichen Hand aufzunehmen. Teilweise werden Förderungen für Sanierungsarbeiten auch in Form von steuerlichen Erleichterungen oder Bürgschaften gewährt. Allerdings erfolgen diese Förderungen in der Regel nur dann, wenn das Objekt bestimmten Anforderungen entspricht, zum Beispiel hinsichtlich des Energieverbrauchs oder der Emissionswerte. Erste Informationen über die Vergabe von Sanierungsdarlehen lassen sich bei der jeweils zuständigen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung einholen.

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Schätzen des Objektwertes

Wenn der Kaufpreis für eine Immobilie ermittelt werden soll, muss der Wert zunächst von einem Sachverständigen geschätzt werden. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen einzelnen Wert, sondern um mehrere, die jeweils eine bestimmte Funktion erfüllen. So wird der Sachverständige beispielsweise einen Verkehrswert und einen Beleihungswert für die Immobilie festlegen. Dabei wird der Beleihungswert ein ganzes Stück niedriger ausfallen als der Verkehrswert, da bei der Beleihung eine entsprechende Sicherheit einzurechnen ist. Geschätzt wird der Wert des Objektes anhand vieler Faktoren, z. B. der Immobilien- und Grundstücksgröße, der Lage, der Ausstattung und des Bauzustands. Die Schätzung wird schließlich in Form eines Wertgutachtens dokumentiert.

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Schätzgebühr

Die sogenannte Schätzgebühr fällt immer dann an, wenn der Wert einer Immobilie geschätzt werden soll. Sie wird in Form eines Honorars an den Sachverständigen gezahlt, der die Wertschätzung vornimmt. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie sich die Schätzgebühr berechnet. Sie kann als Pauschalbetrag oder als Prozentanteil am ermittelten Wert bemessen werden. Die Kosten für die Wertermittlung der Immobilie trägt in den meisten Fällen der Kreditnehmer. Sie stellen einen Teil der Nebenkosten dar, die in die Immobilienfinanzierung eingerechnet werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Schätzgebühr direkt bei Auszahlung des Immobilienkredites fällig zu stellen und sie anschließend von der Kreditsumme abzuziehen.

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SCHUFA

Die Abkürzung SCHUFA steht für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ (www.schufa.de) und kennzeichnet ein privatwirtschaftliches Dienstleistungsunternehmen, das Daten über das Zahlungsverhalten von Verbrauchern in der Vergangenheit sammelt. Unternehmen können sich – natürlich gegen Bezahlung – bei der SCHUFA registrieren und erhalten im Anschluss die gesammelten Informationen über Verbraucher, die beispielsweise einen Kredit beantragen möchten. Aber auch bei Ratenkäufen, Zahlungen auf Rechnung etc. werden die Informationen der SCHUFA oft in Anspruch genommen. Ziel des Ganzen ist es, Zahlungsausfälle zu vermeiden bzw. schon im Vorfeld zu erkennen, bei welchen Personen Zahlungsausfälle drohen. Ist die Bewertung eines Verbrauchers bei der SCHUFA schlecht, kann die Vergabe eines Kredites oder einer Finanzierung abgelehnt werden.

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Schuldübernahme

Wenn eine Immobilie verkauft wird, die noch nicht vollständig abbezahlt ist, kann der Käufer in den Darlehensvertrag einsteigen und somit die Restschuld übernehmen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Schuldübernahme. Damit die Übernahme vonstattengehen kann, muss allerdings der Gläubiger sein Einverständnis geben. Anschließend kann ein eigener Vertrag über die Schuldübernahme ausgearbeitet und unterzeichnet werden, in dem sämtliche Konditionen und Regularien festgehalten werden.

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Synonyme - Schuldbeitritt
Schuldzinsen

Bei Schuldzinsen handelt es sich, wie aus dem Begriff hervorgeht, um zu zahlende Zinsen. Im Zusammenhang mit fremd vermieteten Immobilien kennt das Steuerrecht den Begriff des Schuldzinsenabzugs. Vermieter können bei einer Finanzierung der vermieteten Wohnung die Schuldzinsen im Rahmen der Werbungskosten mit den Mieteinnahmen verrechnen und erzielen dadurch eine Minderung der Steuerschuld, abhängig vom persönlichen Steuersatz.

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Synonyme - Schuldzins
Sicherheiten

Sicherheiten kommen immer dann zum Einsatz, wenn Kredite und Darlehen vergeben werden. Der Kreditgeber sichert sich damit gegen das Risiko eines Verlustes so gut wie möglich ab. Generell gilt: Die Gefahr für einen Kapitalverlust verringert sich für den Kreditgeber, je höherwertig die Sicherheiten sind, die ihm der Kreditnehmer zur Verfügung stellen kann. Bei Baufinanzierungen und Immobilienkrediten kommt oftmals eine Hypothek oder eine Grundschuld als Sicherheit infrage, die in das Grundbuch der Immobilie eingetragen wird. Der Gedanke dahinter ist, dass in diesem Fall die Immobilie selbst als Sicherheit für die Finanzierung dient und vom Gläubiger bei einem Zahlungsausfall gepfändet und verwertet werden kann. Aber auch andere Objekte können als Sicherheit für eine Bau- bzw. Immobilienfinanzierung herangezogen werden, ebenso Edelmetalle, Wertpapiere und natürlich Sparguthaben und Bargeld. Auch die Bürgschaft gehört zu den Sicherheiten, obwohl hier zunächst kein physischer Wert dahintersteht. Im Falle des Falles muss der Bürge jedoch mit seinem Vermögen für den Kreditausfall geradestehen.

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