Baufinanzierungsberatung

Fachbegriffe Baufinanzierung

Begriff Definition
Sicherungsvereinbarung

Als Sicherheitsvereinbarung bezeichnet man ein Übereinkommen, das im Rahmen der Vergabe von Immobilienkrediten getroffen wird. Es dient dazu, dem Kreditgeber die nötige Sicherheit durch eine Grundschuld zu geben. In der Sicherungsvereinbarung wird festgelegt, dass die jeweils geleisteten Zahlungen auf gesicherten Forderungen beruhen.

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Sondereigentum

Beim Kauf einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus teilt sich das Objekt in Gemeinschaftseigentum und Sondereigentum auf.

  • Sondereigentum
    Mit dem Begriff Sondereigentum bezeichnet man in diesem Fall sämtliche Teile des Objektes, die der Eigentümer der jeweiligen Eigentumswohnung ausschließlich selbst nutzt. Dies ist natürlich die Wohnung selbst, aber auch zur Wohnung gehörende Kellerräume, Garagen, abgetrennte Gartenanlagen usw. zählen als Sondereigentum.

  • Gemeinschaftseigentum
    Das Gemeinschaftseigentum dagegen umfasst sämtliche Bereiche, die von allen Hausbewohnern gemeinsam genutzt werden, beispielsweise Treppenhäuser, Wasch- und Trockenräume, gemeinschaftliche Gartenanlagen usw.
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Synonyme - Gemeinschaftseigentum
Sondertilgung

Obwohl im Rahmen einer Baufinanzierung meist ein fester Tilgungsplan erarbeitet wird, ist in den entsprechenden Verträgen auch oft eine Möglichkeit für Sondertilgungen vorgesehen. Eine Sondertilgung ist also eine Rückzahlung eines Darlehens außerhalb des eigentlich vereinbarten Tilgungsplans. Dabei kann es sich um die gesamte restliche Kreditsumme, aber auch um einzelne Raten oder beliebige andere Teilbeträge handeln. Sondertilgungen haben für den Kreditnehmer den Vorteil, dass er das Darlehen schneller zurückzahlen kann und somit Zinskosten spart. Sind Sondertilgungen vertraglich nicht vereinbart, wird in diesem Zusammenhang oftmals eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt. Damit muss der Kreditnehmer den Kreditgeber für durch die vorzeitige Rückzahlung entgangene Zinseinnahmen entschädigen.

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Steuersparmodell

Als Steuersparmodell bezeichnet man eine Strategie, bei der ein Steuerzahler sein Kapital so investiert, dass sich eine möglichst geringe Steuerlast daraus ergibt. Auch Immobilien werden oftmals gekauft oder gebaut, um eine bestehende Steuerlast zu senken. Allerdings ist in diesem Zusammenhang darauf zu achten, dass das Steuersparmodell auch wirklich vom deutschen Staat anerkannt ist. Bevor das Eigenkapital entsprechend investiert wird, sollte man sich also  ausführlich informieren, ob es sich bei dem gewählten Steuersparmodell um ein legales Vorgehen handelt, das vom Staat anerkannt ist.

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Stundung

Von einer Stundung spricht man, wenn die Rückzahlung eines Darlehens für eine festgelegte Zeit ausgesetzt wird. Dabei kann es sich um die Zahlung einzelner Raten oder auch um die Zahlung der gesamten noch offenen Kreditsumme handeln. Stundungen kommen oft zum Einsatz, wenn Schuldner vorübergehend Probleme mit der Rückzahlung von Krediten haben und sich diesbezüglich etwas Luft verschaffen möchten. Bei Baufinanzierungen erfolgt eine Stundung häufig in der Form, dass der Schuldner für den gewählten Zeitraum lediglich die Zinsen zahlt, die Tilgung aber solange stoppt. Es muss jedoch bedacht werden, dass sich durch eine Stundung die Laufzeit des Kredites entsprechend verlängert und somit höhere Zinskosten entstehen, die der Kreditnehmer tragen muss. Zudem sollte der Schuldner nachweisen können, dass seine finanziellen Probleme zeitlich begrenzt sind. Andernfalls wird einer Stundung oftmals nicht zugestimmt.

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Teilungserklärung

In einer Teilungserklärung wird festgelegt, welche Teile einer Immobilie der Gemeinschaft gehören und welche Teile als Sondereigentum ausschließlich dem jeweiligen Besitzer einer Wohnung zuzurechnen sind. In der Regel wird diese Teilungserklärung beim Kauf einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus aufgesetzt. Auch der Anteil am jeweiligen Grundstück kann in einer Teilungserklärung schriftlich festgehalten werden. Ist die Teilungserklärung aufgelegt, muss sie, um wirksam zu werden, von sämtlichen Eigentümern der Immobilie unterschrieben werden. Änderungen an einer Teilungserklärung werden nur dann wirksam, wenn alle Eigentümer diesen zustimmen.

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Synonyme - Sondereigentum, Gemeinschaftseigentum
Tilgung

Die Tilgung bezeichnet die Rückführung des Darlehens. Grundlage für die Höhe des Tilgungsanteils innerhalb der Kreditrate ist der vereinbarte Tilgungssatz. Die Rate setzt sich aus Tilgungsanteil und Zinssatz zusammen. Während sich Letzterer bei einem Konsumkredit aus der Kreditlaufzeit ergibt, vereinbart der Darlehensnehmer einen Tilgungssatz, der dann erst die Laufzeit vorgibt. Der Tilgungssatz bei einer Baufinanzierung beträgt in der Regel zwischen einem und drei Prozent. Bei endfälligen Darlehen wird die Tilgung in einer Summe zum Ende der Laufzeit gezahlt.

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Tilgungsaussetzung

Der Begriff Tilgungsaussetzung gilt für zwei Sachverhalte. Kann ein Darlehensnehmer aus wirtschaftlichen Gründen die Rate für das Darlehen nicht mehr bedienen, besteht die Option, die Rate vorübergehend um den Tilgungsanteil zu reduzieren. Bei endfälligen Darlehen gibt es die Tilgungsaussetzung ebenfalls. In diesem Fall zahlt der Kreditnehmer über die gesamte Darlehenslaufzeit nur die Kreditzinsen und löst das Darlehen am Ende in einer Summe, beispielsweise durch eine fällige Lebensversicherung, ab.

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Tilgungsplan

Ein Tilgungsplan wird erstellt, um die Modalitäten der Rückzahlung eines Kredites zu regeln und schriftlich zu fixieren. Er kommt insbesondere bei langfristigen und komplexen Finanzierungen zum Einsatz, etwa im Bau-  bzw. Immobilienbereich.

Hier wird beispielsweise festgelegt, wie hoch die einzelnen Raten ausfallen und über welchen Zeitraum sie gezahlt werden müssen. Zudem ist ein Tilgungsplan immer dann wichtig und wertvoll, wenn sich das Gefüge von Zins- und Tilgungsanteil innerhalb einer Finanzierung verschiebt, wie es bei den Baufinanzierungen fast immer der Fall ist. Ohne einen entsprechenden Plan könnte hier kaum jemand die Übersicht behalten. Auch Sondertilgungen können in den Tilgungsplan aufgenommen werden.

 

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Treuhandverfahren

Ein Treuhandverfahren kommt meist dann zum Einsatz, wenn ein großes und wichtiges Geschäft abgewickelt werden soll. Dabei zahlt der Käufer den Kaufpreis nicht direkt an den Verkäufer, sondern zunächst an einen Treuhänder, der das Geld auf einem Treuhandkonto deponiert. Als Treuhänder kommt meist ein Rechtsanwalt oder ein Notar zum Einsatz. Dieser verwaltet das Kapital und gibt es frei, sobald alle Formalitäten erledigt sind und die Immobilie an den Käufer überschrieben ist. Dadurch haben beide Vertragsparteien eine erhöhte Sicherheit und es wird Streitigkeiten vorgebeugt. Das Treuhandverfahren kann darüber hinaus bei der Umschuldung von Krediten zum Einsatz kommen.

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