Fachbegriffe Baufinanzierung

Term Definition
Fälligkeitsdarlehen

Das sogenannte Fälligkeitsdarlehen ist sozusagen der Gegenpart zum bekannten Annuitätendarlehen. Während bei Letzterem der Kreditbetrag in gleichbleibenden, monatlichen Raten über eine festgelegte Laufzeit zurückgezahlt wird, muss bei einem Fälligkeitsdarlehen der gesamte Kreditbetrag am Ende der Laufzeit auf einen Schlag zurückgezahlt werden. Lediglich die Zinsen werden jeweils anteilig in Form von Raten während der Laufzeit gezahlt. Ein Fälligkeitsdarlehen kommt beispielsweise für Menschen infrage, die zu einem festen Termin in der Zukunft eine Auszahlung aus einer Kapitalanlage oder einer Lebensversicherung erwarten. Damit kann dann der Kreditbetrag in einer Summe zurückgezahlt werden.

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Synonyms - Festdarlehen
Festzinshypothek

Wird der Zinssatz bei einem Darlehen über einen festgelegten Zeitraum garantiert, so spricht man von einer Festzinshypothek. Besonders bekannt ist diese Form der Hypothek von Immobilien, wo die Zinsen meist für fünf bis zehn Jahre festgeschrieben werden. Nach Ablauf dieses Zeitraums kann der Kreditnehmer dann mit dem Kreditgeber über einen neuen Zinssatz verhandeln und diesen wiederum für die gewünschte Zeit festlegen. Für den Kreditnehmer ist eine Festzinshypothek dahingehend von Vorteil, dass er optimal mit seinen Finanzen planen kann und keine Angst vor plötzlichen Zinserhöhungen haben muss.

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Finanzierungsplan

Insbesondere für die Finanzierung von Immobilien erarbeitet der Experte einen speziellen Finanzierungsplan, mit dem der gesamte Aufwand für die Finanzierung festgelegt wird und übersichtlich einsehbar ist. In diesen Finanzierungsplan fließt sowohl das Eigenkapital als auch die benötigte Summe von Fremdkapital ein. Auch sämtliche anderen Konditionen der Finanzierung werden in diesem Plan festgehalten. Somit lässt sich auf den ersten Blick ersehen, welche Gesamtkreditsumme der Finanzierungsnehmer zahlen muss und wie hoch die monatlichen Raten ausfallen.

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Forward-Darlehen

Für Bauherren oder Immobilienfinanzierer, deren Zinsbindung in absehbarer Zeit ausläuft, bietet sich u. U. der Abschluss eines Forward-Darlehens an. Das Besondere daran: Der Darlehensvertrag wird bereits dann abgeschlossen, wenn der Kredit noch gar nicht benötigt wird. Bis zu zwei Jahre Vorlaufzeit sind dabei problemlos möglich. Das Forward-Darlehen macht sich insbesondere in Zeiten niedriger Zinssätze auf dem Kapitalmarkt bezahlt, da diese Zinssätze quasi in die spätere Finanzierung mitgenommen werden können, auch wenn dann das Zinsniveau wieder deutlich höher liegt. Die einzige Gefahr beim Forward-Darlehen besteht darin, dass sich die Zinssätze noch weiter nach unten entwickeln. In diesem Fall muss der Kreditnehmer das Forward-Darlehen trotzdem abnehmen, die Finanzierung zu niedrigeren Konditionen ist nicht mehr möglich.

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Synonyms - Forwarddarlehen, Anschlussfinanzierung
Freistellungsvereinbarung

Bei der Finanzierung eines Eigentumswohnungskomplexes wird zunächst eine Globalgrundschuld auf das gesamte Objekt zulasten des Bauträgers eingetragen, und nicht auf jeden einzelnen Eigentümer. Erfolgt die Zahlung des Kaufpreises erst am Ende der Baumaßnahme, wäre ein Käufer während der Bauzeit bereits in der Haftung. Um die Haftung erst nach Fertigstellung auf die einzelnen Erwerber zu verteilen, erfolgt seitens des Bauträgers eine Verpflichtung, die Grundschuld durch eine Freistellungsvereinbarung nach Fertigstellung von der Globalgrundschuld zu befreien.

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