Baufinanzierungsberatung

Fachbegriffe Baufinanzierung

Begriff Definition
Ramschhypothek

Immobilienkredite, die auch an Kreditnehmer mit schwacher Bonität vergeben werden, bezeichnet man umgangssprachlich als Ramschhypothek. In Deutschland ist der Begriff weniger bekannt, in den USA dagegen, wo man bis vor einiger Zeit Baukredite bzw. Immobilienfinanzierungen auch an Menschen ohne Sicherheiten vergab, kennt man ihn wesentlich besser. Die Folge von zu vielen ausgegebenen Ramschhypotheken lässt sich ebenfalls anhand der USA beobachten. Dort platzten die Immobilienfinanzierungen vor einigen Jahren reihenweise und es kam zu einer landesweiten Krise auf dem Immobiliensektor. Diese Krise weitete sich anschließend auch auf viele andere Länder aus.

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Rangstelle

Nach dem Eintrag einer Grundschuld in das Grundbuch einer Immobilie ist der Gläubiger dazu berechtigt, im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Besitzers die Immobilie zu pfänden und anschließend zu seinen Gunsten zu verwerten. Grundsätzlich besteht jedoch die Möglichkeit, auch mehrere Grundschulden in das Grundbuch der Immobilie aufzunehmen. Dabei werden die Gläubiger mit sogenannten Rangstellen versehen. Das bedeutet: Bei einer Zwangsvollstreckung erhält zunächst der Gläubiger an Stelle eins seinen Anteil am Erlös aus der Verwertung der Immobilie. Danach folgen die Rangstellen zwei, drei etc. An welche Rangstelle ein Gläubiger gesetzt wird, hängt vom Zeitpunkt des Eintrags der Grundschuld, von dessen Höhe und unter Umständen auch von weiteren Faktoren ab.

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Rate

Die Rate ist der Teilbetrag eines Darlehens, der in regelmäßiger Abfolge durch den Kreditnehmer zurückgezahlt wird. Üblicherweise erfolgt die Rückzahlung von Darlehen in monatlichen Raten. Bei Bau- und Immobilienfinanzierungen enthält in der Regel jede Rate sowohl einen Zinsanteil als auch die eigentliche Tilgung. Zusätzlich können Anteile von Nebenkosten auf die Raten aufgeteilt werden. Bei der klassischen Immobilienfinanzierung verschiebt sich der Anteil von Zinsen und Tilgung im Laufe der Rückzahlungsdauer. Zu Anfang liegt der Zinsanteil höher und die Tilgung ist niedriger, gegen Ende fallen die Zinsen aufgrund der niedrigeren Darlehenssumme kaum noch ins Gewicht, der Tilgungsanteil ist dann entsprechend höher. In jedem Kreditvertrag werden die Zahlungsverpflichtungen für die Raten festgelegt. Kommt der Kreditnehmer diesen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, kann der gesamte restliche Kreditbetrag auf einmal fällig gestellt werden.

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Synonyme - Ratenzahlung
Ratenverzug

Kann der Kreditnehmer seine Raten nicht mehr pünktlich zahlen, befindet er sich im sogenannten Ratenverzug. In jedem Kreditvertrag wird festgelegt, dass die Rückzahlung des Darlehens in Form von Raten in festen Abständen - in der Regel monatlich – erfolgt. Ein Ratenverzug entsteht immer dann, wenn die Raten nicht mehr in der vorgesehenen Abstandsfolge gezahlt werden. Ein Ratenverzug kann für den Kreditnehmer unangenehme Auswirkungen haben. So ist der Kreditgeber in diesem Fall dazu berechtigt, das Darlehen zu kündigen und den gesamten Restbetrag in einer Summe einzufordern. Unter Umständen kann zusätzlich ein Verzugsschaden geltend gemacht werden, den der Kreditnehmer dem Kreditgeber ersetzen muss. Dieser Schaden ergibt sich beispielsweise aus entgangenen Zinseinnahmen durch die ausgebliebenen Raten. Kann der Kreditnehmer nach der Kündigung die offene Forderung nicht begleichen, kann eine Vollstreckung eingeleitet werden.

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Realkredit

Ein Hypothekenkredit wird auch als Realkredit bezeichnet. Real deshalb, weil man ihn durch Grundpfandrechte, zum Beispiel durch den Eintrag einer Grundschuld in das Grundbuch der Immobilie oder durch eine entsprechende Hypothek, absichern kann. Dafür kann der Realkredit besonders langfristig angelegt werden; 20 oder 30 Jahre sind bei Immobilienkrediten durchaus üblich. Die wirkungsvolle Absicherung trägt außerdem dazu bei, dass Realkredite mit relativ günstigen Zinssätzen versehen werden können.

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Synonyme - Hypothekendarlehen
Renovierungskosten

Wie der Name bereits verrät, entstehen Renovierungskosten für sämtliche Renovierungsarbeiten, die nach dem Kauf einer Bestandsimmobilie durchgeführt werden müssen. Es handelt sich hierbei also um Arbeiten, die dazu dienen, die Immobilie wieder in ihren Ursprungszustand zurückzuversetzen. Diese Arbeiten können sowohl die Innenräume als auch die Außenfassade des Gebäudes betreffen. Klassische Renovierungsarbeiten sind das Tapezieren von Wänden, das Streichen von Decken sowie das Verlegen neuer Böden. Die Renovierungskosten müssen jeweils in die finanzielle Planung beim Kauf einer Bestandsimmobilie miteinbezogen werden.

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Restschuld

Werden von einem Gesamtkreditbetrag die bereits gezahlten Raten abgezogen, so verbleibt die sogenannte Restschuld. Sie stellt also den Kreditbetrag dar, der bis zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht getilgt wurde. Möchte ein Kreditnehmer seine Restschuld in einem Einmalbetrag begleichen, so muss er dafür in vielen Fällen eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Diese Entschädigungszahlung soll dem Kreditgeber die durch die vorzeitige Zahlung entgangenen Zinseinnahmen ersetzen. Anhand des Tilgungsplans kann jederzeit nachvollzogen werden, wie hoch die Restschuld für ein Darlehen ist.

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Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung wird gerne als Absicherungsmaßnahme für eine Immobilienfinanzierung eingesetzt. Es handelt sich hierbei um ein Versicherungsmodell, das nach dem Prinzip der Ablebensversicherung funktioniert. Das bedeutet: Die Versicherungssumme wird ausschließlich im Falle des Todes des Versicherten an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Durch den Abschluss dieser Versicherung ist im Fall des Todes der versicherten Person die Darlehenstilgung sichergestellt. Für Baufinanzierungen empfiehlt sich aus Kostengründen eine Variante mit fallender, an die Restschuld gebundener Versicherungssumme. Risikolebensversicherungen gehören zu den am häufigsten abgeschlossenen Versicherungen in Deutschland.

Weitere Informationen: www.perfektversichert.de

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Synonyme - Ablebensversicherung, Restschuldversicherung
Rückgewähr

Die sogenannte Rückgewähr kommt im Zusammenhang mit einer in das Grundbuch der Immobilie eingetragenen Grundschuld zur Anwendung. Grundsätzlich bleibt die Grundschuld so lange bestehen, bis der Kreditnehmer das Darlehen komplett zurückgezahlt hat. Wenn dieser Zeitpunkt erreicht ist, kann die Grundschuld gelöscht oder an einen anderen Gläubiger abgetreten werden. Dabei spricht man auch von einer Rückgewähr der Grundschuld. Diese muss der Kreditnehmer beim Kreditgeber schriftlich beantragen.

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Rückzahlung

Wer einen Kredit aufnimmt bzw. eine Finanzierung abschließt, der muss das geliehene Kapital natürlich auch zurückzahlen. Zu diesem Zweck wird in der Regel bei jedem Darlehen ein Rückzahlungsplan bzw. ein Finanzierungsplan ausgearbeitet, in dem genau festgelegt ist, in welchen Raten der Kredit über welchen Zeitraum zurückgezahlt werden muss. In diesem Zahlungsplan werden bei Immobilienfinanzierungen auch der jeweilige Anteil von Zins und Tilgung bzw. die Rahmenbedingungen hierfür festgelegt, so dass die entsprechenden Anteile problemlos und zu jeder Zeit berechnet werden können. Soll die Rückzahlung nicht in monatlichen Raten erfolgen, kann dies ebenfalls im Zahlungsplan festgehalten werden. Dies ist beispielsweise bei Krediten der Fall, die mit der Auszahlung einer Lebensversicherung getilgt werden. In diesem Fall erfolgt die Rückzahlung des Darlehens erst am Ende der Kreditlaufzeit. Während der Laufzeit muss der Kreditnehmer lediglich die Zinsen und eventuelle Anteile von Nebenkosten begleichen. Bekommt der Kreditnehmer Probleme bei der Rückzahlung eines Darlehens, kann ihm der Zahlungsplan gekündigt und die Restsumme des Kredites auf einmal fällig gestellt werden.

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