Häufig wird Kaufinteressenten einer Immobilie die Frage gestellt, ob es eine Finanzierungsbestätigung der Bank gebe. Viele von ihnen hören diesen Begriff im Zuge der Verkaufshandlungen zum ersten Mal. Im schlechtesten Fall kann dies das Aus für den Vertragsabschluss sein. Darum wird hier kurz und knapp erklärt, was es mit einer Finanzierungsbestätigung auf sich hat.

Warum wird eine Finanzierungsbestätigung ausgestellt?

Bei der Finanzierungsbestätigung handelt es sich um ein formloses Schreiben einer Bank, aus dem hervorgeht, dass diese die Finanzierung der verhandelten Immobilie übernehmen wird. Oft wird sie relativierend formuliert (z. B. „Die Finanzierung wird grundsätzlich zugesagt“), die meisten Finanzierungsbestätigungen sind jedoch verbindlich. Ihr Hauptzweck ist es, dem Verkäufer die Sicherheit zu geben, dass die angebahnte Transaktion nicht in letzter Minute „platzt“ und ihm so ein wirtschaftlicher Schaden durch einen späteren Verkauf an einen (anderen) Interessenten entsteht. Der Text einer Finanzierungsbestätigung enthält neben der Nennung des Bankkunden die Höhe des avisierten Kredits und die Anschrift des zu finanzierenden Objekts. Daraus folgt, dass eine Finanzierungsbestätigung immer nur für den Kauf einer ganz bestimmten Immobilie gilt. Kommt der Vertrag nicht zustande, muss ggf. für das nächste Objekt eine neue Finanzierungsbestätigung angefordert werden. Ein Hypothekenvertrag ist mit der Ausstellung eines solchen Schreibens noch nicht abgeschlossen.

Wie schnell wird eine Finanzierungsbestätigung erstellt?

In der Regel ist die Bestätigung innerhalb von wenigen Geschäftstagen fertig, bei einem bereits ausgehandelten Darlehensvertrag ist von zwei Geschäftstagen auszugehen. Das Kreditinstitut prüft in den Fällen, in denen es noch keinen Kreditvertrag gibt, vorab jedoch einige Kriterien, bevor sie die Bestätigung aufsetzt. Dazu gehören außer der Kredithöhe auch die Höhe des Eigenkapitals sowie des Einkommens und Vermögens ihres Kunden. Sie verlangt auch die Vorlage von Unterlagen, aus denen Details zur Immobilie hervorgehen. Das kann das Maklerexposé aber auch ein Grundbuchauszug sein. Die meisten Banken berechnen für die Finanzierungsbestätigung keine Gebühren. Der (künftige) Immobilienkäufer ist mit diesem Schriftstück nicht an das ausstellende Kreditinstitut gebunden.

Wie wichtig ist die Finanzierungbestätigung für einen Immobilienverkäufer?

Sie gibt ihm die Sicherheit, dass das Immobiliengeschäft nicht deshalb scheitert, weil der Käufer keine Hypothek erhält. Im schlimmsten Fall kann es zum Abschluss des Kaufvertrags kommen, doch der Käufer zahlt den Kaufpreis nicht zum vereinbarten Fälligkeitstermin. Bevor der Verkäufer dann vom Vertrag zurücktreten kann, muss er dem Käufer zunächst nach dem Verstreichen der Fälligkeit eine angemessene Frist zur Zahlung des Kaufpreises setzen. Der Verkäufer setzt sich also ohne eine Finanzierungsbestätigung einem unnötigen finanziellen Risiko aus. Deshalb wird die Vorlage der Bestätigung in manchen Fällen schon verlangt, wenn sich die Parteien im Wesentlichen über den Kauf einig sind. Der späteste Zeitpunkt ist jedoch der Notartermin.

Gibt es Alternativen zur Finanzierungsbestätigung über die Bank?

Seit einiger Zeit gibt es mit NIST einen unabhängigen Vermittler für Immobilienfinanzierungen. Das FinTech-Start-up vergleicht die Finanzierungsangebote von mehr als 400 Banken und wickelt die Finanzierung komplett digital ab. Das Unternehmen bietet eine über die Website erstellte Finanzierungsbestätigung an, die innerhalb weniger Minuten zum Ausdrucken zur Verfügung steht. Im Unterschied zu den von Banken gefertigten Dokumenten bezieht sich diese Bestätigung nicht auf eine bestimmte Immobilie, sondern gibt über die maximal mögliche Kreditsumme Auskunft. So ist sie mehrfach verwendbar und muss nicht immer neu gefertigt werden, wenn ein Immobilienkauf nicht zustande kommt. Diese schnelle Finanzierungsbestätigung ist über www.nist.de erhältlich.

 

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